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Unfallversicherung

Wichtigkeit:

Sehr hoch

Da es bei Freizeitunfall keine gesetzlichen Unfallversicherung gibt.

Kontrolle:

Alle 5-10 Jahre

Anwendungsbereich:

Viele Österreicher sind noch immer der Meinung, dass Unfälle in der Freizeit von der gesetzlichen Unfallversicherung gedeckt sind. Das stimmt jedoch leider nicht.

Die gesetzliche Unfallversicherung deckt ausschließlich Unfälle innerhalb der Arbeitszeit, sowie Unfälle auf und von dem Weg zur Arbeit ab.

Da ein Großteil aller Unfälle jedoch in der Freizeit geschieht, empfiehlt es sich auch hier ausreichend gedeckt zu sein.

Stell dir vor du bist Schifahren und verletzt dich. Die Bergrettung bringt dich zu einer geeigneten Stelle von der du mit dem Hubschrauber in das Spital geflogen wirst. Die hier entstehen tlw. sehr hohen Kosten (Bergungskosten) sind gesetzlich nicht versichert. Somit musst du diese, aus eigener Tasche bezahlen. Sofern du nicht mittels einer privaten Unfallversicherung vorgesorgt hast.

 

Wichtigste Daten:

  • Versicherungssumme: Als Versicherungssumme geben die Versicherungsanstalten oftmals die maximale Leistung, unter Rücksichtnahme einer Progression und Gliedertaxe an. Heißt also, dass diese Summe ausschließlich bei 100% Invalidität, infolge eines Unfalles ausgezahlt wird.
  • Gliedertaxe: Die Gliedertaxe bestimmt kurz erklärt „wie viel Wert“ ein Körperteil in Prozent ist. Beispiel: ein Finger ist 5% „wert“. Sollte dieser Finger beispielsweise amputiert sein, so bist du lt. Definition zu 5% Dauerinvalide. Ist der Finger jedoch lediglich in seiner Bewegung eingeschränkt, so kann es vorkommen, dass der Prozentgrad der Invalidität plötzlich vielleicht nur 2,5% beträgt.
  • Progression: Die Progression gibt an um wieviel Prozent deine Grundversicherungssumme multipliziert wird, unter Annahme einer 100%igen Invalidität. Hast du zum Beispiel eine Grundversicherungssumme von 100.000 Euro und eine Progression von 420%, bedeutet dies, dass du bei 100% Invalidität maximal 420.000 Euro an Versicherungsleistung erhalten wirst.
  • Unfallkosten: Diese Summe gibt die maximale Leistung der Versicherung an, welche im Falle eines Unfalles für die unmittelbar entstehenden Unfallkosten, wie zum Beispiel den Rettungskräften, usw. aufkommt. Heißt also, wenn diese Summe zu niedrig gewählt wird, kann es vorkommen, dass man den Rest selber bezahlen muss, obwohl man ja eigentlich versichert ist.
  • Unfalltod: Unter Unfalltod versteht man jene Summe, welche an deine Angehörigen ausbezahlt wird, wenn du infolge eines Unfalles versterben solltest.
  • Spitalgeld: Das Spitalgeld ist jene Summe, die du für jeden Tag im Spital bekommst.

Vertragsdauer:

  • Bindungsfrist: Die Bindungsfrist darf maximal drei Jahre andauern (bei Konsumentenverträgen). Nach Ablauf dieser Zeit kannst du den Vertrag jährlich zur Hauptfälligkeit kündigen.
  • Hauptfälligkeit: Die Hauptfälligkeit ist jener Zeitpunkt, zu welchem die Versicherung gekündigt werden kann. Liegt diese lt. deiner Versicherung zum Beispiel im November, so bedeutet dies, dass die Versicherung jedes Jahr per November gekündigt werden kann.
  • Kündigungsfrist: Dies ist jener Zeitraum welchen du beachten musst, wenn ein Vertrag gekündigt werden soll. Wenn die Kündigungsfrist zum Beispiel drei Monate beträgt (ist eigentlich Standard), so muss die Kündigung deines Vertrages mindestens drei Monate vor der Hauptfälligkeit bei der Versicherungsanstalt eingegangen sein.

Allgemeines:

  • Sonstiges: Allgemein empfiehlt es sich immer auch auf das Kleingedruckte der versicherten Sparten zu achten. Ist ein Privatarzt inkludiert? Hast du Anspruch auf Sonderklasse? Wie hoch sind die Deckungskosten für einen Rettungshubschrauber? Gibt es eine Rückverlegung aus dem Ausland? Hier gibt es eine Vielzahl an möglichen Optionen.
  • Familienunfall: Solltest du Angehörige wie eine/n LebenspartnerInn und/oder Kinder haben, so ist es oftmals mit nur geringen Aufpreisen möglich auch diese mitzuversichern.
  • Dauerrabatt: Eine 10jährige Vertragslaufzeit mit Dauerrabatt ist in dieser Versicherung durchaus üblich.

Links:

http://www.bmg.gv.at/home/Schwerpunkte/Gesundheitssystem_Qualitaetssicherung/Kranken_und_Unfallversicherung/Soziale_Unfallversicherung

https://de.wikipedia.org/wiki/Unfallversicherung